Ismaik übernimmt beim SVE - Ziel: Bundesliga in 2024

Der SV 1926 Eisemroth hat gestern Abend einen neuen Hauptsponsor an Land ziehen können. Ab sofort steigt der Investor Hassan Ismaik beim SVE ein und übernimmt gleichzeitig die sportliche Leitung. Vorstand und Investor konnten sich in den Vertragsgesprächen auf ein langfristiges Engagement des jordanischen Milliardärs beim Traditionsclub einigen und steckten sich gemeinsam hohe Ziele.

Bild: Vorstandsmitglied Fabian Schäfer (links) mit Neu-Investor Hassan Ismaik (rechts) kurz nach Vertragsunterschrift

Einstieg sofort, Investitionen im Sommer

Das Engagement des Investors startet ab sofort und hat eine Mindestlaufzeit bis 2024. Zunächst übernimmt Ismaik den neu geschaffenen Posten des sportlichen Leiters. „Wir können den Fans damit eine sportliche Perspektive eröffnen.“, so Präsidiumssprecher Mathias Pinstock. Sein Engagement beim TSV 1860 München beendet Ismaik gleichzeitig zum Ende der Saison 2016/17. „Mein größter Fehler war mit Sicherheit, dass ich 1860 falsch eingeschätzt und auch auf die falschen Leute gehört und gesetzt habe. Das hat mich wahnsinnig viel Geld gekostet.“, so Ismaik. Beim SV Eisemroth setze er nun auf einen Traditionsclub, der seit seiner Gründung in einem sehr engen finanziellen Spielraum handeln musste und sich nun mit der Hilfe des Milliardärs den Weg in die höchste deutsche Spielklasse bahnen soll. „Unser Traum ist es, in die Bundesliga aufzusteigen und eines Tages auch in der Champions League zu spielen“, so der Jordanier zu den neuen sportlichen Zielen.

 

Personalplanungen

Die Trainerposition bleibt in dieser Saison noch unangetastet, Oliver Krämer wird mindestens noch bis Sommer 2017 an der Seitenlinie stehen. Für die Saison 2017/18 haben sich beide Parteien bereits erste sportliche Ziele gesetzt, der Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse ist Pflicht. Im Gegenzug werden dem Trainer und der sportlichen Abteilung auch die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt. Eine einstellige Millionensumme ist für Neuzugänge bereits fest geplant, auch die Trainerposition ist in Diskussion. Denn trotz seiner zahlreichen Erfolge beim SVE soll Trainer Oliver Krämer in der neuen Saison nur noch als Co-Trainer agieren. Die Gespräche mit Peter Neururer, der für die Stelle des Cheftrainers vorgesehen ist, befinden sich in der finalen Verhandlungsrunde und werden schon bald abgeschlossen sein. „Wir werden einen erstklassigen Trainer haben“, sagte Ismaik zu der Personalie.

 

Auch in den Kader soll stark investiert werden. Mit Marvin Hartmann vom SSV Langenaubach, Mirko Eckel vom SV Hartenrod, Simon Müller und Christian Kornrumpf von der SG Aartal, Konstantin Zygan vom TSV Bicken und den Noch-TSV Steinbach-Spielern Patrick Dulleck, Sargis Adamyan und Nationalspieler Hüsni Tahiri stehen bereits die ersten namhaften Neuzugänge für diesen Sommer fest. Doch das sollen bei Weitem nicht die einzigen Hochkaräter sein, die noch zum SV Eisemroth wechseln werden. Ismaik hat das Ziel, gemeinsam mit Vorstand und Trainer den Kader zu „verändern und optimieren, um ein konkurrenzfähiges Team in die Runde schicken zu können“. Weiter lässt Ismaik wissen: „Ich kann Euch versprechen, dass der SV 1926 Eisemroth in den nächsten Tagen den ein oder anderen Neuzugang präsentieren wird. Die Spieler, die zu uns kommen, sind alles Spieler, die sich Peter Neururer schon ausgesucht hat.“

 

Michael Seel, Präsidiumsmitglied Abteilung Fußball dazu guter Dinge: „Wir sind stolz und glücklich, dass wir mit Hilfe von Hasan Ismaik solche Persönlichkeiten des internationalen Fußballs gewinnen konnten. Das ist für uns ein weiterer Meilenstein in eine positive Zukunft.“

 

Vergrößerung der Spielflächen und Jugendabteilung

Neben den sportlichen Dingen kommen auf den SVE durch den Einstieg Ismaiks einige infrastrukturelle Neuerungen zu. So strebt der Jordanier nicht nur organisatorische Änderungen an, sondern plant gemeinsam mit dem Vorstand des SVE bereits Umbauarbeiten des Sportgeländes. „Im ersten Schritt steht natürlich der Neubau eines Kunstrasens ganz oben auf der Tagesordnung. Doch um den neuen Platz später nicht zu stark zu belasten, werden wir dank Ismaiks Investitionen die Wiese in Richtung Dorf kaufen und dort einen zweiten Platz errichten können.“ Der zweite Platz solle als moderner Rasenplatz ausgeführt werden und bei gutem Wetter bespielt werden, so Mathias Pinstock weiter. Außerdem stehen die Längsseiten des aktuellen Platzes in Diskussion. Der Wunsch des Investors sind überdachte Tribünen auf beiden Seiten und eine Stehplatz-Kurve, während der Vorstand den Ausbau des Sportheims vorantreiben möchte. Beide Parteien wollen sich in den nächsten Wochen auf einen Zeitplan einigen, die generelle Umsetzung der Ausbauarbeiten ist hingegen schon beschlossene Sache. Vor allem das Sportheim soll neben einem Spielertunnel auch mit neuen Duschen und Umkleiden mit Whirlpool und Entmüdungsbecken ausgestattet werden und mit einem zweiten Stock zusätzliche Sponsoren-Logen erhalten. Für diese Umsetzung soll auch der alte Bahndamm erworben und untergraben werden.

 

Ein wichtiger Baustein in der Vergangenheit - wie auch in der Zukunft - ist noch immer die Jugendabteilung, die ebenfalls in den nächsten Jahren im Zuge der Neustrukturierung angepasst werden wird. Durch die Investitionsmöglichkeiten strebt der SV Eisemroth hier einen Erwerb der Freiflächen zwischen Sportplatz und dem Nachbarort Oberndorf, direkt hinter dem ehemaligen Bahndamm, an. Auf diesen Flächen soll ein modernes und großflächiges Jugendzentrum mit mehreren Spielflächen und einer Akademie entstehen, in dem die Zukunft des deutschen Fußballs ausgebildet werden soll. Jugendleiter Christoph Schmidt beschreibt das Ziel sogar noch weitreichender, er möchte „daraus eines der wichtigsten Zentren der Welt machen und große Spieler hervorbringen.“

 

Neue Wege abseits des Platzes

Anpassen müssen werden sich auch die Gegner in Zukunft. Denn an der Seitenlinie gibt es neue Regeln, die die Besucher zu beachten haben. Im ersten Schritt wurde hier bereits der Vertrag mit Bierlieferant Binding gekündigt. Auf dem Sportplatz herrscht ab sofort ein striktes Alkoholverbot, das die Konzentration auf die sportlichen Leistungen erhöhen und den Erfolg fördern soll. Außerdem wird rund um den Sportplatz ein Jubel-Verbot für Gästeanhänger ausgesprochen. Wer ab dem nächsten Spieltag bei einem Tor gegen den SV Eisemroth lautstark jubelt oder sich in sonstiger Weise auffällig freut, wird mit sofortiger Wirkung des Sportgeländes verwiesen. Zusätzliches Sicherheitspersonal und Platzordner werden diese Regeln in den nächsten Wochen verstärkt umsetzen. Um den Verein an die Spitze des deutschen Fußballs zu bringen „waren und sind einschneidende Veränderungen notwendig. Ermöglicht werden sie durch unseren Gesellschafter Hasan Ismaik. Wir – und damit spreche ich nicht nur für den e.V., sondern für all die Mitglieder und Fans, die diesen Weg unterstützen - stehen zu Hasan Ismaik“, so der Präsidiumssprecher Mathias Pinstock.

 

„Wir sind auf dem richtigen Weg, aus dem SV 1926 Eisemroth einen der besten Vereine Europas zu machen. Es braucht aber Zeit. Ich werde erst Ruhe geben, wenn wir wieder in der Bundesliga spielen und das Derby gegen Eintracht Frankfurt erleben dürfen. Das ist meine Challenge. Das bin ich den Fans schuldig.“, fasst Ismaik sein Engagement abschließend zusammen.

 

 

Der Vorstand des SV Eisemroth hofft auf die Zustimmung aus dem Vereinsumfeld und freut sich bereits auf die neuen Ziele. Denn für ganz Deutschland muss es das Ziel sein, in der Bundesliga ausschließlich Traditionsvereine zu etablieren, die nicht nur anspruchsvollen Fußball für die Fans bieten, sondern das ganze Land nach außen hin vertreten. Hierfür ist der SV Eisemroth mehr als nur geeignet.

 

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©Markus Pinstock, Fabian Schäfer